Info zu ICE-Werk

Info zu ICE-Werk

Am Donnerstag fand im Burgthanner Rathaus eine Projektvorstellung und Sondierung zum neuen ICE-Werk Nürnberg statt. Bürgermeister Heinz Meyer (Burgthann), Bürgermeister Horst Kratzer (Postbauer-Heng) und die Burgthanner Fraktionsvorsitzenden ließen sich umfassend von Carsten Burmeister (Leiter Infrastrukturprojekt Nürnberg) über die Planungen zum ICE- Werk informieren.  

In der unten angefügten Präsentation sind die Betrachtungskorridore von Ezelsdorf (195ha) und Mimberg/Schwarzenbruck (265 ha) dargestellt. Ein mögliches Werksgelände innerhalb des Betrachtungsraumes würde zwischen 35 und 45 ha betragen.

Bürgermeister Heinz Meyer teilt auf alle Fälle die Meinung der Deutschen Bahn, dass es für die gesamte Metropolregion und die Metropole Nürnberg von Bedeutung sein kann, ein großer ICE-Standort zu sein, auch im Hinblick auf die zukünftigen Einschränkungen des innerdeutschen Flugverkehres. Dieser wird mit großer Sicherheit immer weiter zurückgehen  und es ist abzusehen, dass der Zugverkehr das Transportmittel der Zukunft ist.

Es muss doch möglich und machbar sein, so Meyer, in der Metropole Nürnberg oder der direkten Umgebung bzw. in den Mittelzentren, einen Standort zu finden, damit diese einmalige Chance erhalten bleibt, die u.a. auch für neue Arbeitsplätze sorgt. Sinnvoll ist es daher nicht , dass Züge zum Reinigen und Warten erst 25 km weit ins Umland hinausgefahren werden müssen.

Die beiden Bürgermeister sehen in ihren Naherholungsbereichen  keine Industriebrachen, die für dieses große Projekt  genutzt werden können. Im Gegenteil, intakter Wald würde bei diesem Vorhaben weichen müssen.

BM Meyer hofft, dass in der Raumordnungsbehörde weitsichtige Fachleute arbeiten, die entsprechende Wertungen vornehmen und somit die Gemeinden abseits der Monopole Nürnberg nicht vom Bau des ICE-Werkes betroffen sind.  Im Gespräch wies er auf die hohe Zugfrequenz im Bereich Nürnberg - Regensburg hin. Es gäbe doch jetzt schon viel zu lange Wartezeiten für Güterzüge auf der Strecke. Dem wurde seitens der Verantwortlichen der Bahn widersprochen.  Bis zum Bau eines ICE-Werkes ist davon auszugehen, dass der Großteil des Güterverkehrs über die neu zu elektrifizierende Strecke Regensburg – Hof abgeleitet wird. Daher wären Kapazitäten für Wartungszüge frei.

Das eigentliche Raumordnungsverfahren hat zwar noch nicht begonnen, jedoch laufen derzeit weitere Prüfungen der 9 übrig gebliebenen Standorte. Den beiden Bürgermeistern war es jedoch wichtig, die Bevölkerung frühzeitig zu informieren.

Wir bitten Sie Ihre Mails in cc auch an  die Gemeinde Burgthann info@burgthann.de  zu senden.